Auf  der Internetseite der kreiszeitung.de konnte man am 28.03.2009 im Lokalteil Stemwede/Rahden alles über die neusten Entwicklungen um die Ev. Grundschule Preußisch Ströhen lesen:

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Das Engagement der Eltern hat sich gelohnt

Die Rektorenstelle für die evangelische Grundschule Pr. Ströhen wird ausgeschrieben

28.03.2009 · PR. STRÖHEN Das Engagement der Pr. Ströher Eltern hat sich gelohnt, ihre Forderungen werden erfüllt: Die Bezirksregierung in Detmold hat zugesagt, zeitnah die Rektorenstelle an der evangelischen Grundschule auszuschreiben. Eine entsprechende Mitteilung an den Rahdener Bürgermeister liegt den Eltern in schriftlicher Form vor.

Die Eltern der Pr. Ströher Grundschul- und Kindergartenkinder hatten sich - wie berichtet - zusammengeschlossen, um seitens der Stadt eine eindeutige Aussage zur Zukunft der Pr. Ströher Grundschule zu erhalten.

Ein Gespräch zwischen Vertretern der Stadt und den Vorsitzenden der Elternräte von Kindergarten und Grundschule brachte am Donnerstag Klärung. Bürgermeister Bernd Hachmann und Hauptamtsleiter Werner Thielemann auf der einen, die Elternvertreterinnen Heidi Asche und Anja Busch-mann sowie die kommissarische Schulleiterin Bettina Wehebrink auf der anderen Seite, setzten sich im Rahdener Rathaus zusammen. Das Ergebnis des Gespräches konnte sich sehen lassen: Mit der offiziellen Ausschreibung der Schulleitungsstelle in Pr. Ströhen zeigen die Stadt Rahden und die Bezirksregierung jetzt Flagge und unterstreichen damit das Ansinnen, die Eigenständigkeit aller vier Rahdener Grundschulen zu erhalten. Das vorangegangene Verwirrspiel um Begrifflichkeiten hatte bei den Pr. Ströher Eltern zu einem verstärkten Misstrauen geführt.

Insbesondere der Terminus der "mittelfristigen" Sicherung der Eigenständigkeit, die im Zusammenhang mit der Stellenausschreibung der Rektorenstelle in Tonnenheide für Irritationen gesorgt hatte, wurde in dem Gespräch aufgegriffen, da dieser Passus ebenfalls in der Ausschreibung für Pr. Ströhen enthalten sein wird.

"Mittelfristig heißt zunächst eine Sicherung für die nächsten fünf Jahre", gab Heidi Asche die in dem Gespräch mit den Vertretern der Stadt getätigten Äußerungen wieder. "Der mittlerweile übliche Zusatz, der eine Neubewertung der Situation nach diesem Zeitraum einschließt, ist angesichts demographischer und sozialstruktureller Entwicklungen verständlich."

Die Stadt hatte auf das Schreiben der besorgten Eltern vor einigen Wochen ungehend reagiert und bei der Bezirksregierung um Ausschreibung der Rektorenstelle in Pr. Ströhen gebeten. Die positive Antwort war einen Tag vor dem Round-Table-Gespräch im Rathaus eingegangen. Heidi Asche sieht das als Folge konsequenten, solidarischen Drängens der Eltern, die bekanntlich angekündigt hatten, u.a. auch vor einer Unterschriftenaktion und Bürgerbefragung sowie einem Bürgerbegehrens nicht zurück zu schrecken.

"Wir sind erleichtert und froh, dass unsere Bemühungen auf fruchtbaren Boden gefallen sind," äußerten sich die Eltern nach der Entscheidung und fühlen sich in ihrem Handeln bestärkt, mit ihrem solidarischen Zusammenschluss, unterstützt von Fachkompetenz, ihr Ziel erreicht zu haben.

"Wir haben damit eigentlich nicht nur für Pr. Ströhen, sondern für die Erhaltung der Eigenständigkeit aller Rahdener Grundschulen gekämpft," hebt auch Frank Moormann hervor. Ein Ratsbeschluss sei, laut Bürgermeister Bernd Hachmann, für die Stellenausschreibung nicht zwingend notwendig. Trotzdem wird die Elterninitiative darauf bestehen, dass der Rat den Schulentwicklungsplan beschließt, "um uns zusätzlich abzusichern".

Nach Angaben von Betroffenen hatte sich das beispiellose Engagement der Pr. Ströher Eltern, ihre uneingeschränkte Solidarität und die Bereitschaft, bis zum Äußersten zu gehen, in kürzester Zeit auch außerhalb des Kreises Minden-Lübbecke herumgesprochen, verbunden mit der Hoffnung, dort Ähnliches initiieren zu können.

Um künftig Unklarheiten, Irritationen und das Dorfleben betreffende Probleme schon im Keim zu ersticken, haben die Pr. Ströher darüber hinaus angedacht, in unregelmäßigen Abständen einen Dorfabend zu veranstalten, bei dem alle drängenden Fragen mit den Ratsmitgliedern der Dorfes diskutiert werden sollen.