Mini-Mathe-Projekt

Auf www.kreiszeitung.de Diepholz/Stemwede/Rahden konnte man am 27.05.2009 folgendes lesen.

An einer Station mussten Dreiecke durch das Umlegen von zwei bis drei Deckeln verändert werden. Foto: Scheland
An einer Station mussten Dreiecke durch das Umlegen von zwei bis drei Deckeln verändert werden. Foto: Scheland
Stemwede/Rahden
Spielerisch Strukturen aufgebaut

Mini-Mathe-Projekt für Erstklässler der Grundschule und Vorschulkinder aus dem Kindergarten Pr. Ströhen

27.05.2009 · PR. STRÖHEN (ges)

Die Stärkung der Kooperation mit dem kirchlichen Kindergarten war ein Grund, die Förderung der Geometrie bei Erstklässlern und Vorschulkindern ein anderer. Die evangelische Grundschule Pr. Ströhen führte ein Mini-Mathe-Projekt durch - mit den Schwerpunkt Raum, Form und Wahrnehmung.

"Tatort" war für die fünf- bis siebenjährigen Mädchen und Jungen der ersten Klasse sowie des nahe gelegenen Kindergartens nicht etwa einer der Klassenräume, sondern die zur Grundschule gehörende Sporthalle. Dort, wo sonst Fußball und andere Sportarten dominieren, bot sich dem Betrachter ein gleichermaßen buntes und ungewohntes Bild: Kreuz und quer durch die Sporthalle war ein Parcours aufgebaut, den die Kinder durchlaufen und weitere knifflige Aufgaben erfüllen mussten.

Vorangegangen war dem Mini-Mathe-Projekt in der Sporthalle bereits ein gemeinsames Frühstück, für das alle Kinder Aufschnitt, Butter oder Marmelade mitgebracht hatten. Frische Brötchen und Getränke steuerten die Grundschule und der Kindergarten bei.

Organisatoren der ungewöhnlichen Unterrichtsstunden waren Klaus Militz-Frank vom Kollegium und Elke Bödeker vom Kindergarten. Unterstützt wurden beide von Petra Löwen und dem ehemaligen Pr. Ströher Grundschulleiter Heinz Meyer, der detailliert protokollierte, an welchen Stationen die Kinder am besten zurecht kamen und wo sie überfordert waren. "Die Aufzeichnungen werden jetzt ausgewertet, damit wir auf die Ergebnisse des Projektes reagieren können", teilte die kommissarische Schulleiterin Bettina Wehebrink am Rande des bunten Treibens mit. "Teilweise mussten die Kinder schon recht schwere Aufgaben lösen, die nicht nur fördernd, sondern durchaus auch eine Herausforderung waren", resümierte die Pädagogin.

Beim Aufbau mathematischer Strukturen ohne Zahlen, an denen zeitgleich zwei bis drei Kindergruppen an verschiedenen Aufgaben des gleichen Typs arbeiten konnten, erwiesen sich die Erstklässler als Experten für die künftigen Schulanfänger. Sie hatten in der Vorwoche bereits einmal gemeinsam mit ihren "Paten" aus der vierten Klasse alle Aufgaben gelöst. Die Viertklässler waren auch beim eigentlichen Projekttag dabei: Sie fungierten als Oberschiedsrichter, die aber nur eingriffen, wenn es mal Unklarheiten gab. Das kam aber so gut wie gar nicht vor. Die Erstklässler gaben ihren jüngeren Gästen Tipps, stempelten Laufzettel ab und führten die Kindergartenkinder über einen kleinen Bewegungspfad zu den einzelnen Stationen.

Insgesamt waren acht Stationen aufgebaut. An einer mussten die Kinder beispielsweise aus vier Baumaterialien drei vorgegebene Bauzeichnungen nachlegen, an einer anderen mit Hilfe von so genannten Kappla-Steinen vorgegebene Muster weiterlegen. Zudem wurde von den Kindern u.a. gefordert, zwei mit Bierdeckeln vorgegebene Dreiecke durch Umlegen von zwei bis drei Deckeln so zu verändern, dass sie anschließend auf dem Kopf stehen, und an der letzten Station mussten vier falsch angeordnete Bilder einer Geschichte in die richtige Reihenfolge gebracht werden.